Nachrichten rund um die Initiative

12. April 2019

Künstlerinterview mit Angelo Kelly

Gar nicht mehr lange hin: Am 15.06.2019 veranstaltet die SOMM – Society Of Music Merchants e.V. den Aktionstag “Deutschland macht Musik – spiel mit!”. Ganz egal ob Tuba, Cello oder Synthesizer – überall in Deutschland wird an diesem Tag Musik gemacht. Musikfachhändler, Instrumentenbauer und Musikschulen laden die Menschen ein, vorbeizuschauen und zu musizieren, was das Zeug hält. Unterstützt wird die Aktion von prominenten Musikpaten wie Angelo Kelly, der im Interview seine ganz persönliche Geschichte mit der Musik erzählt.

 

Welches Instrument/Instrumente spielen Sie?

Angelo Kelly: Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Percussion und Gesang.

War das Instrument eine Liebe auf den ersten Blick oder wie sind Sie dazu gekommen?

Angelo Kelly: Schlagzeug war auf jeden Fall Liebe auf dem ersten Blick.

Wie haben Sie das Spielen gelernt?

Angelo Kelly: Das Schlagzeugspielen habe ich zuerst versucht mir selbst beizubringen, indem ich Platten wie z.B. Thriller von Michael Jackson einfach nachgespielt habe. Nach einem Jahr habe ich dann den Schlagzeuger von BAP als Lehrer bekommen, aber er war kein besonders guter Lehrer für mich. Dann habe ich die Kontaktdaten von Billy Cobham bekommen und er war bereit, es mit mir zu probieren. Das hat alles für mich verändert. Er war mein Lehrer für ca. 5 Jahre und hat mir unglaublich viel beigebracht.

Haben Sie ein Idol? Sind sie selber ein Idol?

Angelo Kelly: Ich hatte immer Idole. Als Sänger waren es Künstler wie Bruce Springsteen und Bob Dylan. Und als Drummer waren es am Anfang Namen wie Lars Ulrich und Tico Torres, aber später waren es dann mehr Steve Gadd, Terry Bozzio und Billy Cobham. Es gibt viele Menschen, die wegen mir angefangen haben zu singen oder Schlagzeug zu spielen. Wenn es das ist, was ein Idol ausmacht, dann bin ich es anscheinend.

Was bedeutet Ihnen das Musikmachen?

Angelo Kelly: Es ist für mich etwas ganz Normales, wie Kochen oder mit Freunden schwimmen gehen. Es gehört einfach zum Leben dazu und ich bin damit aufgewachsen. Wenn man sich aber ein bisschen anstrengt und bereit  ist, zu lernen, dann kann man so viel Schönes mit der Musik erleben  und wird für seine harte Arbeit belohnt. Ein Instrument wirklich zu beherrschen ist ein wahnsinniges  Gefühl. Alles passiert in Real Time. Du denkst/fühlst etwas und schon ist es in Musik ausgedrückt. Ein befreiendes Gefühl.

Warum sollte jeder zum Instrument greifen?

Angelo Kelly: Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich für jeden am Ende der Weg ist, aber ich glaube jeder sollte es wenigsten versuchen. Und es ist nie zu spät dafür.

Wie ist es Ihrer Meinung nach um die musikalische Bildung bestellt? Reicht es aus, wenn Kinder in den privaten Musikunterricht gehen?

Angelo Kelly: Es gibt nicht den einen richtigen Weg Musik zu lernen. Ich glaube aber, dass es einige  Sachen gibt, die wichtig sind. Es muss Spaß machen und man sollte mit anderen musizieren. Wenn man nur für sich Musik macht, wird das Feuer irgendwann ausgehen.

Wie steht es um die Musikkultur in Zukunft? Wie hoch ist der gesellschaftliche Stellenwert von Musik und Musikmachen Ihrer Meinung nach?

Angelo Kelly: Musik wird es immer geben! Als Musiker sollten wir immer wieder bereit sein, uns der Situation anzupassen. In den 70ern gab es so viele Jobs für Bands in den Clubs. Dann kamen in den 80ern, 90ern die DJs und haben diese Szene komplett verändert. Es ändert sich immer etwas, deshalb sollte man am Puls der Zeit bleiben.

Bitte vervollständigen Sie: Der Aktionstag „Deutschland macht Musik – spiel mit“ ist…

Angelo Kelly: …eine tolle Art, Menschen dafür zu begeistern, auch mal selbst Musik zu machen.


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