Nachrichten rund um die Initiative

17. August 2020

Aktuelle Studie zur Lage im Lokalgewerbe: Mecklenburg-Vorpommern führt deutschlandweiten Positivtrend an

Welche Maßnahmen können dem stationären Einzelhandel langfristig helfen? Und wie sinnvoll ist eine Lockerung der Maskenpflicht? In Mecklenburg-Vorpommern scheint der Einzelhandel gut gerüstet für die kommende Phase der Pandemie. Nur noch etwas mehr als ein Drittel der Gewerbetreibenden ist dort aktuell von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen (35,7%). In keiner anderen deutschen Region hat sich die Lage seither derartig verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage der „Initiative für Gewerbevielfalt“ von Das Telefonbuch, die sich für eine differenzierte Gewerbestruktur in Deutschlands Innenstädten einsetzt.

Chance für Neustart erfolgreich nutzen

Die Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Civey seit April 2020 durchführt, richtet sich an Entscheider in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Beschäftigte in Handel und Handwerk. Der Befragungsverlauf zeigt, dass sich die allgemeine wirtschaftliche Lage im Regierungsbezirk Mecklenburg-Vorpommern deutlich entspannt hat. Nur noch 27,2 % der Befragten spüren den Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel, 24,5% die Marktdominanz von großen Ketten. Damit liegt die Region jeweils knapp 20 Prozentpunkte unter der Metropolregion Berlin. „Abseits der großen Shopping-Standorte können viele Händler zwar von einer größere Verbundenheit der Verbraucher zum stationären Handel profitieren“, erläutert Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center und Professor für Handel an der Hochschule Niederrhein. „Dafür müssen sie aber die Lehren aus der Krise ziehen und Unternehmergeist beweisen, noch näher an den Kunden dran sein, die Erwartungen der Verbraucher verstehen und bedienen. Ein Ausbau oder Start eines Online-Auftritts kann hierbei entscheidend sein“, erklärt Prof. Heinemann, der sich der Initiative für Gewerbevielfalt als Handelsexperte angeschlossen hat.

Fachkräftemangel bleibt drängendes Problem

23,8 % der Befragten nehmen den Azubi- und Fachkräftemangel als drängendes Problem wahr. Unter allen deutschen Regionen ist das der höchste Wert. „Corona wirkt als Katalysator für die bestehenden Probleme des stationären Handels und des Lokalgewerbes. Um kleinen Unternehmen im Lokalgewerbe langfristig zu helfen, braucht es Lösungen für die strukturellen Probleme“, betont Prof. Heinemann.

„Genau für diese allgemeinen und individuellen Herausforderungen bieten wir kleinen und mittelständischen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern seit vielen Jahren pragmatische Lösungsansätze. Um für den Nachwuchs sichtbar und attraktiv zu sein, braucht es ein digitales Profil, das zum Unternehmen passt. Wir beraten Betriebe individuell und bedarfsorientiert“, erklärt Ansgar Heise, Geschäftsführer der Verlag Heinz Heise GmbH & Co KG, die unter anderem Das Telefonbuch für Rostock zusammen mit der DTM Deutsche Tele Medien GmbH gemeinschaftlich herausgibt und die Initiative für Gewerbevielfalt unterstützt.

Studiendesign

Die Befragung der Initiative für Gewerbevielfalt in Kooperation mit dem Umfrageunternehmen CIVEY richtet sich an Entscheider in KMU und Beschäftigte im Handel, in der Finanzdienstleistung, im öffentlichen Dienst und im Handwerk. Im ersten Teil der repräsentativen Umfrage wurden rund 1.000 Unternehmer und Arbeitnehmer in diesen Branchen zur Wettbewerbssituation und der Verantwortung sowie konkreten Maßnahmen zur Verbesserung befragt. Zusätzlich liefert eine fortlaufende Befragung tagesaktuelle Ergebnisse zur Einschätzung und Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage und den Wettbewerbsbedingungen im deutschen Mittelstand auf regionaler Ebene.


Über uns:
Die Initiative für Gewerbevielfalt setzt sich für den lokalen Einzelhandel und inhabergeführte Kleingewerbe in Deutschlands Städten und Gemeinden ein.
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