Nachrichten rund um die Initiative

11. Dezember 2019

“Lokal wird digital” mit der neuen PinVisit App

Menschen auf spielerische Art und Weise mit touristischen Attraktionen, Kultur, Gastronomie und dem lokalen Handel verbinden: Das schafft PinVisit – ein Gemeinschaftsprojekt zur Stärkung von Städten, Gemeinden und lokalen Anbietern. Mit der PinVisit App kann man Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Restaurants wie auch deren Events besuchen, dabei Punkte sammeln und diese wiederum für Angebote einlösen. Einer der Gründer von PinVisit ist Dominik Seibert, er spricht im Interview über die mit einem Neugründerpreis ausgezeichnete App.

Herr Seibert, welche Idee steckt hinter PinVisit?

Dominik Seibert: Wir selbst als Verbraucher haben gemerkt, dass man immer weniger sieht, was in der eigenen Umgebung eigentlich so alles geboten wird und was die eigene Region zu bieten hat. Die Gesellschaft ist durch das geliebte Smartphone mittlerweile gewohnt, Informationen immer direkt vor Augen geführt zu bekommen, ohne langes Suchen. Es ist immer häufiger der Fall, dass die Leute gewisse Geschäfte oder lokale Anbieter in der eigenen Heimatstadt und der näheren Umgebung nicht mehr kennen. Geschweige denn, was diese zu bieten haben. Leider werden auch durch das steigende Onlineangebot die lokalen Anbieter immer mehr vernachlässigt. Wobei aber genau diese eine Stadt ausmachen und beleben. Die Menschen möchten eine belebte Stadt, in der sie wohnen. Es ist also wichtig, wieder den Blick zu schärfen, für das, was in der eigenen Umgebung alles geboten wird. Mit PinVisit möchten wir spielerisch dazu animieren, lokale Anbieter vor Ort wieder öfter zu “besuchen”! Die fortschreitende Digitalisierung sollte lokale Anbieter nicht abschrecken, sie kann gerade auch dort als Chance gesehen und genutzt werden!

Wie funktioniert die App im Detail? 

Dominik Seibert: Wenn ich die App öffne, zeigt sie mir an, welche PinSpots sich in der eigenen Umgebung befinden. Immer ausgehend von meinem momentanen Standort. Das können Geschäfte, Restaurants, Bars, Cafés, Freizeit Locations, Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungsorte sein. Diese lassen sich auch auf Interessensgebiete filtern.

Quelle der beiden Fotos: Fotolia, PinVisit

Wenn ich nun nahe genug an einem PinSpot dran bin, kann ich meinen Besuch („Visit“) mit oder ohne Selfie in der App dokumentieren („pinnen”). Für jeden „Visit“ erhalte ich Punkte und steige in einem stetigen Ranking. Weitere Punkte können durch die Teilnahme an zeitlich begrenzten Shoppingaktionen und Events von PinVisit-Partnern eingesammelt werden. Das Prinzip ist dasselbe wie bei den PinSpots: Nehme ich an einem Event teil und bin auch tatsächlich vor Ort, dann kann ich meinen Besuch auch wieder „pinnen“ und bekomme Punkte gutgeschrieben.

Meine gesammelten Punkte können wiederum bei PinVisit Partnern gegen Prämien und Vergünstigungen eingetauscht werden. Belohnt wird jeder, der sich auf die Socken macht und Standorte sowie zeitlich begrenzte Events und Aktionen lokaler Anbieter in der eigenen Umgebung besucht. Und das Beste dabei ist: Ich verpasse keine Angebote und Events mehr, die in meiner Region demnächst stattfinden…

Warum empfehlen Sie Gewerbetreibenden, sich Ihrem Projekt anzuschließen?

Dominik Seibert: Lokale Anbieter haben es immer schwerer mit der fortschreitenden Digitalisierung Schritt zu halten. Jedoch haben sie auch nicht immer die Möglichkeiten und finanziellen Mittel, Marketingaktionen zu starten oder gar eigene digitale Tools oder Plattformen zu entwickeln. Deshalb haben wir mit PinVisit ein sehr einfaches digitales Marketingtool entwickelt, welches einem teilnehmenden Händler/Anbieter ermöglicht, ohne viel Aufwand seine Stammkunden, aber auch Neukunden in der Umgebung zu erreichen. Für die Teilnahme an PinVisit sind keine zusätzlichen Geräte oder Ähnliches notwendig. Man benötigt nur einen Computer und kann damit in wenigen Minuten seinen eigenen Standort sowie stattfindende Events und Aktionen eintragen, welche dann in unserer App erscheinen. Danach muss man sich um nichts mehr kümmern.

Ist die App für Nutzer kostenlos?

Dominik Seibert: Ja, sie ist für den Nutzer komplett kostenlos. Einfach herunterladen, sich registrieren und loslegen! PinVisit Partner zahlen einen geringen Jahresbeitrag und können PinVisit als ihr eigenes digitales Marketingtool gewinnbringend nutzen.

Vor dem Start der PinVisit App konnten wir 7 Städte und Gemeinden für das Projekt gewinnen, die PinVisit auch mitfinanziert haben. Aus diesen Städten sind bereits auch über 70 Gewerbepartner dabei – diese kommen aus Eberbach, Waldbrunn, Hirschhorn, Neckargemünd, Oberzent, Erbach im Odenwald und Michelstadt. Das Projekt, welches in der Region nun sehr gut anläuft, möchten wir jetzt auch auf weitere Städte und Regionen ausweiten.

Ihr Projekt wurde ja gerade mit dem Neugründerpreis ausgezeichnet…

Dominik Seibert: Darüber sind wir sehr glücklich und natürlich auch stolz. Bei einem Innovationswettbewerb konnten wir den 1. Platz belegen und eine einwöchige Reise ins Silicon Valley gewinnen. Diese Reise hat auch schon stattgefunden und wir konnten dadurch sehr viele neue Eindrücke und Erfahrungen gewinnen. Darüber hinaus konnten wir auch sehr interessante Kontakte knüpfen und unser Netzwerk erweitern.

Weitere Infos unter: pinvisit.de


Über uns:
Die Initiative für Gewerbevielfalt setzt sich für den lokalen Einzelhandel und inhabergeführte Kleingewerbe in Deutschlands Städten und Gemeinden ein.
Informieren Sie sich hier über unser Anliegen und werden Sie hier selbst Teil der Initiative! Zur FAQ geht's hier